Tradition-Religion und Brauchtum vereinen sich bei der Sebatianiverehrung.
Jedes Jahr um den Namenstag des Heiligen Sebastian um den 20. Januar herum, finden in vielen Niederbayrischen Pfarrgemeinden Sebastianiprozessionen durch die Straßen der Städte, Märkte und Dörfer statt. Meist wird damit ein altes Gelöbnis eingelöst. So wurde die niederbayrische Stadt Vilshofen an der Donau vor rund 380 Jahren von der Pest heimgesucht. Seine Bürger gelobten, alle Jahre zu Ehren des Heiligen Sebastian eine Prozession durchzuführen. Den Sebastian, der römische Märtyrer, wurde bei der Pest um Hilfe angerufen. Bis heute führen die Vilshofener diese Tradition der Sebastianiverehrung und der Prozession weiter. Aus der Sabstianbruderschaft in Vilshofen wurde eine Bürgerbruderschaft und die Pest wurde durch andere Krankheiten abgelöst für die Hilfe erfleht wird. In machen Orten haben sich diese Bruderschaften bis heute erhalten und übernehmen die Tradition der Prozessionen. Solche Sebastianiprozessionen gibt es in Ostbayern in Deggendorf, Pfarrkirchen, Landau, Dingolfing, Grafenau, Kößlarn und Windorf, aber auch in vielen anderen Orten Bayerns.