Dreikönig-Afrikatag

Afrikatag
Dreikönig-Afrikatag

 
Afrikamonat Januar: Missio ruft zur Hilfe für Afrika auf
 
Die "fluchwürdige Pest der Sklaverei" wollte Papst Leo XIII. bekämpfen. Dazu führte er 1891 die Kollekte zum Afrikatag ein. Sie ist die älteste gesamtkirchliche Kollekte der Welt.
 
In vielen Diözesen Deutschlands wurde dafür am 6. Januar bei den Gottesdiensten gesammelt. Die Kollekte kommt der Ausbildung kirchlicher Mitarbeiter zugute und rüstet sie aus für ihre Aufgaben an der Seite der Armen. In Afrika setzen sich die Frauen und Männer gegen moderne Formen der Sklaverei ein. Sie machen Hoffnung, wo Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt herrschen. Und sie begleiten die Menschen ein Stück auf ihrem Weg hin zu einem selbstbestimmten Leben.
 
Beispielland in diesem Jahr ist Madagaskar. Die Wirtschaftskrise mit ihrer rasenden Inflation hat auch dort die Armen noch ärmer gemacht. Missio versucht dort mit den Menschen zu arbeiten und sie in kleinen Schritten aus der Not zu befreien und sie selbstständig zu machen.
 
So wie François Xavier. Er ist einer von ihnen. Zehn Monate lang war er weg. Er wolle sich fortbilden, hat er erklärt. Die Bewohner seines Dorfes waren skeptisch. Die meisten haben nie eine Schule besucht. Was sie mit dem Reisanbau und ihren Hühnern verdienen, reicht gerade zum Überleben. Aber irgendwie schafft es der Francois Xavier der Katechist, seine Kinder zur Schule zu schicken. In der Stadt haben er und seine Frau an Kursen der Diözese teilgenommen.
 
Sie haben viel über ihren Glauben, ihre Kultur, über Bürgerrechte und Gemeinsinn erfahren. Außerdem weiß François Xavier jetzt, wie man einen Gemüsegarten anlegt oder ein Haus baut; seine Frau hat das Schneidern erlernt. „Alles was ich kann, will ich weitergeben, damit die Familien in meinem Dorf wieder Hoffnung schöpfen“, sagt der 35-Jährige.